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Nichtraucherschutzgesetz in Deutschland

Das Nichtraucherschutzgesetz ist ein Gesetz, welches Nichtraucher vor den schädlichen und die Gesundheit gefährdenden Stoffen beschützen soll, welche beim Rauchen entstehen und die nicht nur den Raucher selbst, sondern auch in der Nähe befindliche Personen gefährdet – die sogenannte Passiv-Gefährdung.

In Deutschland sind wesentliche Änderungen zwischen 2006 und 2007 in der Gesetzgebung durchgeführt worden, welche Nichtraucher schützen sollen. Hierzu zählen mitunter das Vorläufige Tabakgesetz und das Gesetz zum Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens. Mit diesen Gesetzen wurden Rauchverbote in allen Einrichtungen des Bundes und öffentlichen Nahverkehrsmitteln erlassen.

Der Verkauf von Tabakwaren wurde auf ein Mindestalter von 18 Jahren erhöht, wobei Zigarettenautomaten ab dem Jahr 2009 eine technische Alterskontrolle der Kunden haben mussten. Die seit 1975 schon eingeschränkte Werbe-Möglichkeit für Tabakwaren wurde mit dem Vorläufigen Tabakgesetz, welches 2008 verabschiedet wurde, weiter verschärft.

Bei dem Schutz von Nichtrauchern ist zu beachten, dass Bund und Länder unterschiedliche Kompetenzen haben. Die vom Bund gestartete Gesetzgebungsinitiative für ein Rauchverbot und Nichtraucherschutz in der Gastronomie musste aufgrund fehlender Befugnisse gestoppt werden und wurde ab 2007 auf Länderebene fortgeführt. Somit ergeben sich zum Teil unterschiedliche Gesetzeslagen zwischen den einzelnen Bundesländern. Weitere Informationen rund um das Thema Rauchen, findest du auf NichtraucherFormel.de

Vor- und Nachteile des Rauchverbots

Für Gastronomen und ihre Kunden ergeben sich mit dem Nichtraucherschutzgesetz verschiedene Vor- und Nachteile. Gäste, welche sich in der Vergangenheit durch Raucher gestört fühlten, können sich bei einem Rauchverbot wohler fühlen und besuchen Gastronomien eventuell häufiger, wodurch sich auch ein Nutzen für den Gastronomen ergeben würde.

Zusätzlich nimmt Zubehör, wie zum Beispiel eine Tischdecke, weniger Rauchgeruch auf. Für Gäste, welche gerne rauchen, führt ein Verbot eventuell dazu, dass sie eine Gaststätte seltener besuchen, was für den Gastronomen natürlich von Nachteil ist. Für den Gastronomen ist es natürlich ausschlaggebend, ob er seit dem neuen Gesetz mehr oder weniger Kunden hatte, beziehungsweise Gewinn erwirtschaftet hat.

Es sollte natürlich noch zwischen Restaurants und Kneipen unterschieden werden, da es eigentlich auch schon vor dem Nichtraucherschutzgesetz verpönt war, in einem Restaurant zu rauchen, wodurch Restaurantbetreiber weniger Probleme mit dem Gesetz bekommen könnten, als beispielsweise Betreiber von Kneipen, in welchen oftmals viel geraucht wird.

Eine der Alternativen, welche mit dem Rauchverbot etabliert wurde, sind abgetrennte Räume und Zimmer, in denen Personen rauchen können. Diese Räume müssen klar als Raucherräume gekennzeichnet sein und in manchen Bundesländern dürfen in Diskotheken diese Räume nicht zum Tanzen genutzt werden.

Nichtraucherschutzgesetz in Österreich und der Schweiz

In Österreich ist das Rauchen verboten, außer in Betrieben mit einem Raum, welche kleiner als 50 Quadratmeter sind oder auch in abgetrennten Räumen, ähnlich wie in Deutschland. In der Schweiz ist das Rauchen ebenfalls in abgetrennten Räumen erlaubt. Seit 2007 wird auf Ebene der Europäischen Union ein europaweites Nichtraucherschutzgesetz zu erlassen.

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